Samstag 18.11.17 ist Schulnachmittag!

Wie schon angekündigt, treffen wir -das sind Vertreter des IB und des FdSF.e.V.- uns am Samstag ,18.11.17 von 15 bis etwa 19 Uhr in der ehemaligen Mittelschule Veitsbronn mit interessierten Menschen, die neugierig sind, wie es mit der Freien demokratischen Schule in Veitsbronn weitergeht. In lockerer Runde bei mitgebrachten Häppchen wollen wir uns austauschen und diskutieren über Themen wie „Warum braucht es gerade solch eine Schule“ , „Wie lässt sich eine breite Öffentlichkeit besser darüber informieren“ und nicht zuletzt „Wie kann die Bezirksregierung in Ansbach als Genehmigungsbehörde von dem Projekt überzeugt werden“.

Kinder sind willkommen. Sie können entweder mitdiskutieren oder sich untereinander mit mitgebrachten Spielsachen vergnügen.

Nach der Ablehnung ist vor dem Antrag

Die Schule hat als Antwort auf den Genehmigungsantrag nach vier Monaten Wartezeit einen ablehnenden Bescheid von der Bezierksregierung in Ansbach erhalten.

Damit kann die Freie demokratische Schule Franken nicht wie geplant im September 2017 starten.

Nach einem notwendigen Sackenlassen dieser Nachricht haben wir uns wieder zusammengesetzt und eine erste Bewertung der Entwicklung diskutiert. Wir werden prüfen, inwieweit wir Erfolgsaussichten für eine Klage oder einen Widerspruch haben. Die Argumentation bietet aus unserer Sicht durchaus Ansätze dafür. Jedoch lassen wir dies gerade rechtlich untermauern.

Das heißt, wir sind nach wie vor alle willens und motiviert einen neuen Anlauf für den September 2018 zu starten.

Und um dafür schon einmal ein entsprechendes Signal zu setzen, möchten wir im September / Oktober ein Fest in der Schule Veitsbronn veranstalten, zu dem wir Sie / Euch alle herzlich einladen und bei dem wir nicht nur einen Schulanfang ohne Schule feiern wollen, sondern auch den Startschuss setzen für das Rennen zur Eröffnung im September 2018. Sobald wir konkrete Daten für das Fest haben, geben wir diese per Mail weiter, sowie auf der website und auf facebook bekannt.

Berlin Rebel High School

Glückwunsch an Alexander Kleider für seinen Film „Berlin Rebel High School“. Einfühlsam und humorvoll erzählt er die Geschichte von SchülerInnen und LehrerInnen, die sich mutig und engagiert dem Thema Lernen mit all seinen Tücken stellen und dabei bereit sind, persönliche und institutionelle Grenzen zu überwinden. Absolut sehenswert. Läuft diese Woche noch im Nürnberger Filmhauskino und im Fürther Babylon.

Das Besondere auf einen Blick

Demokratisches Zusammenleben

Lebendigkeit und Fairness sind auch in einer demokratischen Gesellschaft nur möglich, wenn tatsächlich alle in ihr Lebenden am Prozess ihrer Ausgestaltung teilhaben können. An der FdSF werden deshalb die Regeln des Zusammenlebens von Schüler_innen und Lernbegleiter_innen gemeinsam erarbeitet. Über das Schuljahr hinweg passen sie die Regeln außerdem an die sich entwickelnden Umstände und zu schlichtenden Konflikte an. So erleben sich die Kinder an der FdSF als verantwortliche Mitgestalter_innen eines flexiblen, friedlichen, respektvollen Umgangs miteinander.

Altersgemischtes Lernen

Fähigkeiten und Offenheit für bestimmte Lerngebiete sind nicht regelhaft von einem bestimmten Alter abhängig, sondern von der individuellen Entwicklungsreise jedes einzelnen Kindes. Altersgemischte Gruppen geben Raum für unterschiedliche Entwicklungswege und schaffen eine für alle Kinder gleichermaßen anregende Lernumgebung. Die Kinder können sich außerdem unabhängig von ihrem Alter als Expert_innen in den von ihnen gemeisterten Lernbereichen fühlen. Dies begünstigt die Wahrnehmung des Selbst und Anderer als individuelle Person mit eigenen Stärken und Schwächen, die nicht anhand von Äußerlichkeiten vorhergesagt werden können. Die Folge sind Unvoreingenommenheit, Respekt sowohl vor den Stärken als auch den Schwächen anderer, und Kooperationsbereitschaft bei der Überwindung von Lernhindernissen.

Freiheit der Wahl

Aus der Individualität der Lernbedürfnisse und -wünsche jede_r Schüler_in folgt auch die Notwendigkeit, ihr die eigenverantwortliche Auswahl aus einem weit gefächerten Angebot an Lernthemen zu überlassen. Ebenso eigenverantwortlich probieren und wählen die Kinder aus einer langen Reihe von Lernmethoden, wenn es darum geht, wie sie sich einen Stoff aneigenen möchten. So finden sie schnell heraus, wie sie persönlich die meiste Freude am Lernen haben, wie sie ihr Lernen optimal strukturieren und wie sie sich selbst motivieren, schwierige und umfangreiche Themen zu meistern. Sie lernen also nicht nur den Stoff, sondern auch sich selbst, ihre Motivation und ihren Verstand genau kennen und zielgerichtet managen.

Ganzheitliches Lernangebot

Den Schüler_innen stehen neben den klassischen Kulturtechniken auch vielfältige andere, die gesamte Lebensumwelt betreffenden Lernfelder zu Verfügung. Schüler_innen, Lehrnbegleiter_innen und Eltern bereichern dieses Angebot stetig, so dass auf aktuelle Themen im Alltag und der Gesellschaft als ganzer reagiert werden kann. Kontakte und Projekte mit dem Umfeld der Schule haben dabei einen hohen Stellenwert. So wird die Schule ein Ort, an dem ganz konkret und praktisch für das Leben gelernt wird.

Emotional positive Lernumgebung

Durch die freien, lebendigen, von den Schüler_innen gestalteten Strukturen und Abläufe an der FdSF entsteht eine Lernatmosphäre, in der sich jedes Kind zu jeder Zeit sicher, handlungsfähig, wahrgenommen und respektiert fühlen kann. Nur an einem solchen sicheren Ort kann ein Kind sein volles intellektuelles und emotionales Potential verwirklichen. Zusammenhänge werden schnell begriffen und Informationen dauerhaft abgespeichert. 

Zusammenhang von Theorie und Praxis

Die Schüler_innen haben an der FdSF die Möglichkeit, z.B. durch eigene Projekte ihre Vermutungen und ihr theoretisches Wissen in praktischen Arbeiten zu prüfen. Zugleich wird immer wieder aus praktischen Versuchen theoretisches Verständnis abgeleitet. Dieses Ineinandergreifen und wechselseitige Ermöglichen von Wissen und Tun macht nicht nur den praktischen Wert von Wissen und die Lehrsamkeit des Tuns erlebbar, es ermutigt auch zur Entwicklung von Strategien, mit denen die Schüler_innen selbst schwierige Probleme selbstbewusst und zuversichtlich angehen können.

Wissen und Können selbst einstufen

Zum eigenverantwortlichen Lernen gehört auch die eigenverantwortliche Beobachtung von Lernfortschritten, Stärken und Schwächen. An der FdSF dienen hierzu sogenannte Kompetenzraster als Orientierung, die für die einzelnen Lernfelder sowohl den Lehrplan als auch das Notensystem ersetzen. Als Ausgangspunkt für alle Ausflüge in die verschiedenen Wissens- und Könnensbereiche ist das Kompetenzraster ein ständiger Begleiter im Schulalltag, der den Schüler_innen einen Überblick über bereits gemeisterten und noch zu erledigenden Stoff gibt. So geht in der weiten Welt des Wissens nie die Orientierung verloren und es wird möglich, sowohl auf selbstgesetzte Ziele, als auch die Abschlüsse der unterschiedlichen Schularten hinzulernen.