Neuer Vorstand nimmt die Arbeit auf

Der FdSF.e.V. setzt mit seinen alten und neuen Vorstandsmitgliedern die bisherige Arbeit fort. Die nächste Vorstandssitzung ist am Mittwoch, 21.2.2018, 19 Uhr im Landbierparadies Leipziger Straße. Die Vorstandssitzung ist öffentlich, Gäste und Engagierte sind herzlich willkommen. Zur besseren Planung wäre eine Voranmeldung hilfreich. Bis dahin steht der Vorstand natürlich per mail oder Telefon zum Austausch zur Verfügung.

Neustart oder Ende?

Die bisherige Vereinsarbeit hat Früchte getragen, aber bis jetzt nicht zum gewünschten Ziel der Schulgründung geführt.

Nicht zuletzt deshalb ist eine Neuaufstellung der Vereinsaktivitäten und des Vorstands mit alten und neuen Mitgliedern notwendig.

Falls es uns nicht gemeinsam gelingt, neue Power in die Arbeit des Vereins zu bringen, wäre der unvermeidbare aber dann eben notwendige Schritt die Auflösung des Vereins.

Ich persönlich würde das sehr bedauern, weil ich es nach wie vor wichtig finde, eine Schulform zu schaffen, in denen die Betroffenen (nämlich die SchülerInnen) in den Prozess Bildung und in die Institution Schule als Gleichberechtigte auf allen Ebenen einbezogen werden.

Die öffentliche Mitgliederversammlung 2018 findet am Mittwoch, 10.1.2018 um 19.00Uhr

in der Dresdner Str. 5 / 1. Stock in 90491 Nürnberg statt.

Die JMV findet in den Räumen der therapeutischen Wohngruppe des STEP eV. statt. Um deren Ablauf nicht unnötig zu stören bitte ich alle pünktlich zu kommen.

Erhard Beer

Kommissarischer 1. Vorsitzender und Schatzmeister

Mitarbeit im Verein

wir bedanken uns herzlich bei allen, die sich für die Arbeit des FdSF interessiert haben, für das Vertrauen und die Unterstützung, die Sie uns bisher entgegengebracht haben.

Nach der Versagung der Genehmigung durch die Regierung von Mittelfranken zum Schulstart im September 2017 haben wir harte Zeiten durchlebt mit viel mühsamer Kleinarbeit.

Dass diese Arbeit manchmal müde macht, vor allem, wenn die Realisierung des angestrebten Ziels einer Schulgründung allzu lange auf sich warten lässt, ist verständlich. Nach zehn Jahren unermüdlichen Einsatzes für das Projekt „Demokratische Schule im Großraum Nürnberg“ ist der Gründungsvorstand Jörg Müller von seinem Amt zurückgetreten.

Wir, der Vorstand des FdSF e.V. haben unter Federführung des bisherigen Vorstands Jörg Müller, viel Zeit und Energie in das Projekt investiert. Dass in der Auseinandersetzung um geeignete Gebäude und die schulaufsichtliche Genehmigung die Diskussion um die eigentliche Idee einer demokratischen Schule oft zu kurz gekommen ist, bedauern wir selbst am meisten. Innerlich ist es für uns eine „Selbstverständlichkeit“ geworden, dass genau so eine Schule nötig ist.

Aus vielen Ihrer Rückmeldungen wissen wir, dass Sie das genau so sehen.

Bisher war es Idee des Vereins, ein arbeitsfähiges Gremium zur Schulgründung zu bilden und dabei den „Apparat“ dahinter möglichst schlank zu halten. Lange hat das gut funktioniert, aber jetzt fehlen Menschen, auch um die entstandene Lücke im Vorstand zu schließen.

Der Verein möchte die Arbeit an dem Schulprojekt fortsetzten und vielleicht schon bald zu einem guten Ergebnis führen.

Das wird nur möglich sein, wenn Sie uns auch in Zukunft tatkräftig unterstützen.

Deshalb lade ich Sie ein, Mitglied im Verein zu werden und dessen Arbeit aktiv mitzugestalten.

Sollte es nicht gelingen, aktive Menschen in die Vereinsarbeit einzubinden, wären wir gezwungen, den Verein aufzulösen. Das wäre für den Verein und das Schulprojekt und vielleicht auch für Sie als Eltern die schmerzlichste Lösung, aber dann eben nicht vermeidbar.

Für Mittwoch, 10.1.2018, 19.00Uhr, Dresdner Str. 5 / 1. Stock, 90491 Nürnberg ist zur öffentlichen Mitgliederversammlung eingeladen, zu der auch Sie herzlich willkommen sind. Auf dem Programm stehen unter anderem Vorstandswahlen und Diskussion über die weitere Vereinsarbeit.

Wir hoffen auf Ihr Erscheinen und Ihr Engagement.

Das Treffen findet in den Räumen der therapeutischen Wohngruppe des STEP e.V. statt. Um deren Ablauf nicht unnötig zu stören bitte ich alle pünktlich zu kommen.

Vielen Dank!

Erhard Beer

Schatzmeister und

kommissarischer 1. Vorsitzender

 

Conny Bauer

2.Vorsitzende

 

Über uns

Der gemeinnützige Verein „Freie demokratische Schule Franken e.V.“ (FdSF) arbeitet seit Jahren an der Gründung einer demokratischen Schule im Großraum Nürnberg. Das Genehmigungsverfahren mit der Regierung von Mittelfranken wurde angestoßen, Gebäude gesucht, Eltern informiert, die Finanzierung geplant…..  Im Lauf des letzten Jahres hat sich die Zusammenarbeit mit dem „Internationalen Bund“ (IB) intensiviert, bis schließlich die Lösung erarbeitet wurde, dass der IB als Schulträger in Kooperation mit dem FdSF das Projekt weiterentwickeln wird.

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Helge Hoffmann

1.Vorsitzender

Nürnberg

Geboren 1973 in Nürnberg, arbeite ich seit 2010 selbstständig im eigenen Büro als freier Architekt.

Mit meiner Frau habe ich einen Sohn, der 2009 das Licht der Welt erblickte.

Als Architekt ist eine meiner Aufgaben für die Menschen Räume zu schaffen in denen sie ihren beruflichen oder privaten Aktivitäten „optimal“ nachgehen können.

Im Umgang mit den Bauherren lernt man schnell, dass „optimal“ sehr persönlich ist und für jeden Menschen etwas Anderes bedeuten kann.

Entsprechend ist es auch eine spannende Herausforderung Lebensräume nicht zu sehr „vorzugestalten“, sondern Freiräume zu schaffen, in denen die Menschen nach ihren persönlichen Anforderungen und Bedürfnissen aktiv werden und sich frei entfalten können.

Unsere Kinder brauchen diese Freiräume natürlich auch.

Wenn Kinder die Chance haben, ihre Neigungen sowie ihren persönlichen Lernstil und Lernrythmus zu entdecken, können sie später auch den Herausforderungen des Lebens selbstbewusst und mit Interesse begegnen.

Ich bin überzeugt davon, dass eine freie Schule unseren Kindern diese Chancen bieten kann und bin froh, dass ich an der Entstehung einer solchen Schule teilhaben darf.

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Conny Bauer

  1. Vorsitzende

Ich bin 1982 geboren und habe eine Tochter, die 2010 auf die Welt kam.

Das Leben ist für mich immer mehr als die Abfolge mehr oder weniger vorhersehbarer Stationen, die es nur halbwegs erfolgreich abzulaufen gilt. Es gibt nicht nur die vielen „Hochs“ und  „Tiefs“, sondern auch „Vor“ und „Zurück“, Kurven, Sackgassen und unverhoffte Abkürzungen.

Aus eigenen Erfahrungen kenne ich den Formalismus des Schulsystems und die Schwierigkeiten die es für Menschen birgt, welche nicht immer einer geradlinigen Bildungsbiographie folgen wollen oder können. Die größte Herausforderung war dabei für mich nicht die Bewältigung von Stoff und Prüfungen, sondern der Perspektivenwechsel weg von dem Standpunkt der Fremdbewertung hin zu einer zutreffenden Selbsteinschätzung.

Letztlich half mir der libertäre Erziehungsstil, den ich genießen durfte, selbständig und eigenverantwortlich die vielen unterschiedlichen Lebensherausforderungen zu meistern und auch zu erkennen, dass der Erwerb von Wissen seinen eigenen Rhythmus hat.

Offenbar hat  Bildung einfach ihre Zeit. Die Uhren laufen nicht nur bei jedem Kind anders, manchmal braucht es einfach ein völlig anderes Ziffernblatt, um dem jeweiligen Menschen gerecht zu werden.

Diese durchwegs positive, wenn auch nicht immer einfache Erfahrung möchte ich Rahmen einer Freien Schule möglichst vielen Kindern zuteilwerden lassen.

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Erhard Beer

Schatzmeister

Geboren 1955 in Bayreuth, absolvierte ich nach dem Abitur eine Ausbildung zum Ergotherapeuten und arbeite als solcher seit 1985 in Nürnberg in eigener Praxis mit Kindern.

Die Triebfeder in meinem Leben war immer der Wunsch nach Selbstbestimmung. Gleichzeitig war dies die Quelle der größten Konflikte im beruflichen wie im privaten Bereich. Auf Individuen zu treffen, die letztlich auch nichts anderes wollten, als ihre eigene Selbstbestimmung, war immer wieder eine Herausforderung. Oft mühsam, aber immer mit der Hilfe einfühlsamer Menschen habe ich meine Lektionen gelernt.

Als Erwachsener kann ich mir meine Lebenswelt so gestalten, wie es gut für mich ist. Das Leben in Institutionen läuft oft anders. Schule als Lebenswelt der Kinder läuft oft anders. Deshalb freue ich mich umso mehr, auf eine Gruppe Menschen gestoßen zu sein, die eine Schule gründen will, deren oberste Leitlinie Demokratie und Selbstbestimmung ist.

Dieses Projekt zu unterstützen, ist mir ein inneres Anliegen, weil ich glaube, dass mit Rahmenbedingungen, in denen jede/r das lernen darf, was für sie/ihn grade wichtig ist, für die Kinder und auch die Eltern vieles im Leben leichter werden kann. Nicht jede/r muss das Rad neu erfinden, aber jede/r braucht den Rahmen, dass sie/er sich ihr/sein persönliches Rad zu eigen machen kann. Von der Freien demokratischen Schule Franken verspreche ich mir genau das. Ich freue mich, dass ich mich im Gründungsprozess engagieren darf.

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Markus Birner

Beisitzer