Schulanmeldungen

Im Verfahren zur Genehmigung der FdSF durch die Regierung von Mittelfranken reichen leider keine „likes“ auf Facebook. Die Regierung will vorläufige Anmeldungen von Kindern sehen, um erkennen zu können, dass sich genügend Eltern und Schüler für diese Schulalternative interessieren.

Bitte unterstützen Sie uns im Genehmigungsverfahren durch Zusendung Ihrer Schulanmeldung. Die Unterlagen finden Sie hier:

Schulanmeldung 2017 MS

Schulanmeldung 2017-1 GS – jüngere

Leitbild der Freien demokratischen Schule Franken

Das Leitbild ist die komprimierte Grundlage der in der nachfolgenden Konzeption der FdSF erläuterten Inhalte. An ihm sind alle Prozesse und Inhalte an der FdSF zu messen. Es ist verbindende Grundlage für alle Kinder und Erwachsenen an der FdSF.

Es steckt den Rahmen, wie gelernt und gelehrt werden kann. Es ist Grundlage für die von der Schulgemeinschaft zu erstellenden Schulgesetze und umreißt die gemeinsam zu pflegenden Umgangsformen.

Was uns alle verbindet

Die Menschen der FdSF sind eine wachsende Gemeinschaft auf der Grundlage von Demokratie, Gleichberechtigung und Freiheit der Wahl. Sie handeln in wechselseitigem Respekt und gegenseitiger Achtung, um Allen Teilhabe in Eigenverantwortung zu ermöglichen.

Die FdSF ist ein Bildungsort, an dem alle Beteiligten voneinander lernen können. Indem sie der Vielfalt und Komplexität des Lebens ausgesetzt sind, eignen sie sich die Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten an, die sie brauchen um zu sinnerfüllten und selbstbestimmten Persönlichkeiten zu werden.

Grundlegend für alles Handeln an der FdSF ist das Vertrauen in die natürliche Neugier und Lernfähigkeit des Menschen.

Die rechtsstaatlichen, demokratischen Strukturen der FdSF vermitteln jedem Beteiligten Akzeptanz für die Situation des Anderen. Sie schaffen Sicherheit und Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwesen in der Schule und in der Gesellschaft.

 

Schulform

Geplant ist die Gründung einer privaten Grundschule und einer privaten Mittelschule.

Die an staatlichen Schulen üblichen Klassenverbände werden durch eine weitestgehende Altersmischung je Schulform ersetzt. Austausch und Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Mittelschule ist ausdrücklich erwünscht. Die FdSF ist eine Gemeinschaft, in der alle Menschen mit- und voneinander lernen. Da das Alter kein Maß für das Interesse und den Kenntnisstand des Einzelnen darstellt und das wechselseitige Lernen von Schülern unterschiedlichen Alters besonders effektiv ist, ist es das Ziel der FdSF, eine möglichst weitreichende Altersmischung zu ermöglichen. Das Klassenlehrerprinzip wird ersetzt durch ein Bezugspersonen-Modell, bei dem sich die Schüler für eine Bezugsperson aus dem Stamm der Mitarbeiter entscheiden können.

Die Grundschule der FdSF wird bis zu 60 Schüler aufnehmen, die Mittelschule wird bis zu 90 Schüler aufnehmen.

Die FdSF steht Schülern ab dem sechsten Lebensjahr offen.

Sie steht Schülern jeder ethnischen und sozialen Herkunft, Religionszugehörigkeit und jeden Geschlechts offen.

Das Menschenbild der FdSF geht davon aus, dass alle Menschen gleich sind und ein gleiches Recht auf Bildung haben. Der Stempel der „Normalität“ oder der „Behinderung“ spielt für die Aufnahme an der FdSF keine Rolle. Jeder Schüler wird in seiner Individualität begleitet und unterstützt.

Über uns

Der gemeinnützige Verein „Freie demokratische Schule Franken e.V.“ (FdSF) arbeitet seit Jahren an der Gründung einer demokratischen Schule im Großraum Nürnberg. Das Genehmigungsverfahren mit der Regierung von Mittelfranken wurde angestoßen, Gebäude gesucht, Eltern informiert, die Finanzierung geplant…..  Im Lauf des letzten Jahres hat sich die Zusammenarbeit mit dem „Internationalen Bund“ (IB) intensiviert, bis schließlich die Lösung erarbeitet wurde, dass der IB als Schulträger in Kooperation mit dem FdSF das Projekt weiterentwickeln wird.

Jörg Müller

1.Vorsitzender

Am Paulusstein 8

90411 Nürnberg

0911 490 87 88

49, Dipl. Sozialpädagoge, 2 Kinder…

Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können!

„Ich erziehe Sie nicht zu irgendetwas, und ich unterrichte Sie nicht in irgendetwas. Ich möchte, dass Sie bewusst erleben und erkennen, was Sie in sich tragen. Wenn Sie sich von mir dazu bewegen lassen, sich für die Qualität Ihres Verhaltens und für Verhaltensprobleme überhaupt in einer bestimmten Weise zu interessieren, ergibt sich daraus eine Fülle von Konsequenzen, die man nicht lehren kann und auch nicht lehren braucht“

Heinrich Jacoby (Jenseits von begabt und unbegabt)

Conny Bauer

  1. Vorsitzende

Ich bin 1982 geboren und habe eine Tochter, die 2010 auf die Welt kam.

Das Leben ist für mich immer mehr als die Abfolge mehr oder weniger vorhersehbarer Stationen, die es nur halbwegs erfolgreich abzulaufen gilt. Es gibt nicht nur die vielen „Hochs“ und  „Tiefs“, sondern auch „Vor“ und „Zurück“, Kurven, Sackgassen und unverhoffte Abkürzungen.

Aus eigenen Erfahrungen kenne ich den Formalismus des Schulsystems und die Schwierigkeiten die es für Menschen birgt, welche nicht immer einer geradlinigen Bildungsbiographie folgen wollen oder können. Die größte Herausforderung war dabei für mich nicht die Bewältigung von Stoff und Prüfungen, sondern der Perspektivenwechsel weg von dem Standpunkt der Fremdbewertung hin zu einer zutreffenden Selbsteinschätzung.

Letztlich half mir der libertäre Erziehungsstil, den ich genießen durfte, selbständig und eigenverantwortlich die vielen unterschiedlichen Lebensherausforderungen zu meistern und auch zu erkennen, dass der Erwerb von Wissen seinen eigenen Rhythmus hat.

Offenbar hat  Bildung einfach ihre Zeit. Die Uhren laufen nicht nur bei jedem Kind anders, manchmal braucht es einfach ein völlig anderes Ziffernblatt, um dem jeweiligen Menschen gerecht zu werden.

Diese durchwegs positive, wenn auch nicht immer einfache Erfahrung möchte ich Rahmen einer Freien Schule möglichst vielen Kindern zuteilwerden lassen.

Erhard Beer

Schatzmeister

Geboren 1955 in Bayreuth, absolvierte ich nach dem Abitur eine Ausbildung zum Ergotherapeuten und arbeite als solcher seit 1985 in Nürnberg in eigener Praxis mit Kindern.

Die Triebfeder in meinem Leben war immer der Wunsch nach Selbstbestimmung. Gleichzeitig war dies die Quelle der größten Konflikte im beruflichen wie im privaten Bereich. Auf Individuen zu treffen, die letztlich auch nichts anderes wollten, als ihre eigene Selbstbestimmung, war immer wieder eine Herausforderung. Oft mühsam, aber immer mit der Hilfe einfühlsamer Menschen habe ich meine Lektionen gelernt.

Als Erwachsener kann ich mir meine Lebenswelt so gestalten, wie es gut für mich ist. Das Leben in Institutionen läuft oft anders. Schule als Lebenswelt der Kinder läuft oft anders. Deshalb freue ich mich umso mehr, auf eine Gruppe Menschen gestoßen zu sein, die eine Schule gründen will, deren oberste Leitlinie Demokratie und Selbstbestimmung ist.

Dieses Projekt zu unterstützen, ist mir ein inneres Anliegen, weil ich glaube, dass mit Rahmenbedingungen, in denen jede/r das lernen darf, was für sie/ihn grade wichtig ist, für die Kinder und auch die Eltern vieles im Leben leichter werden kann. Nicht jede/r muss das Rad neu erfinden, aber jede/r braucht den Rahmen, dass sie/er sich ihr/sein persönliches Rad zu eigen machen kann. Von der Freien demokratischen Schule Franken verspreche ich mir genau das. Ich freue mich, dass ich mich im Gründungsprozess engagieren darf.

Das Besondere auf einen Blick

Demokratisches Zusammenleben

Lebendigkeit und Fairness sind auch in einer demokratischen Gesellschaft nur möglich, wenn tatsächlich alle in ihr Lebenden am Prozess ihrer Ausgestaltung teilhaben können. An der FdSF werden deshalb die Regeln des Zusammenlebens von Schüler_innen und Lernbegleiter_innen gemeinsam erarbeitet. Über das Schuljahr hinweg passen sie die Regeln außerdem an die sich entwickelnden Umstände und zu schlichtenden Konflikte an. So erleben sich die Kinder an der FdSF als verantwortliche Mitgestalter_innen eines flexiblen, friedlichen, respektvollen Umgangs miteinander.

Altersgemischtes Lernen

Fähigkeiten und Offenheit für bestimmte Lerngebiete sind nicht regelhaft von einem bestimmten Alter abhängig, sondern von der individuellen Entwicklungsreise jedes einzelnen Kindes. Altersgemischte Gruppen geben Raum für unterschiedliche Entwicklungswege und schaffen eine für alle Kinder gleichermaßen anregende Lernumgebung. Die Kinder können sich außerdem unabhängig von ihrem Alter als Expert_innen in den von ihnen gemeisterten Lernbereichen fühlen. Dies begünstigt die Wahrnehmung des Selbst und Anderer als individuelle Person mit eigenen Stärken und Schwächen, die nicht anhand von Äußerlichkeiten vorhergesagt werden können. Die Folge sind Unvoreingenommenheit, Respekt sowohl vor den Stärken als auch den Schwächen anderer, und Kooperationsbereitschaft bei der Überwindung von Lernhindernissen.

Freiheit der Wahl

Aus der Individualität der Lernbedürfnisse und -wünsche jede_r Schüler_in folgt auch die Notwendigkeit, ihr die eigenverantwortliche Auswahl aus einem weit gefächerten Angebot an Lernthemen zu überlassen. Ebenso eigenverantwortlich probieren und wählen die Kinder aus einer langen Reihe von Lernmethoden, wenn es darum geht, wie sie sich einen Stoff aneigenen möchten. So finden sie schnell heraus, wie sie persönlich die meiste Freude am Lernen haben, wie sie ihr Lernen optimal strukturieren und wie sie sich selbst motivieren, schwierige und umfangreiche Themen zu meistern. Sie lernen also nicht nur den Stoff, sondern auch sich selbst, ihre Motivation und ihren Verstand genau kennen und zielgerichtet managen.

Ganzheitliches Lernangebot

Den Schüler_innen stehen neben den klassischen Kulturtechniken auch vielfältige andere, die gesamte Lebensumwelt betreffenden Lernfelder zu Verfügung. Schüler_innen, Lehrnbegleiter_innen und Eltern bereichern dieses Angebot stetig, so dass auf aktuelle Themen im Alltag und der Gesellschaft als ganzer reagiert werden kann. Kontakte und Projekte mit dem Umfeld der Schule haben dabei einen hohen Stellenwert. So wird die Schule ein Ort, an dem ganz konkret und praktisch für das Leben gelernt wird.

Emotional positive Lernumgebung

Durch die freien, lebendigen, von den Schüler_innen gestalteten Strukturen und Abläufe an der FdSF entsteht eine Lernatmosphäre, in der sich jedes Kind zu jeder Zeit sicher, handlungsfähig, wahrgenommen und respektiert fühlen kann. Nur an einem solchen sicheren Ort kann ein Kind sein volles intellektuelles und emotionales Potential verwirklichen. Zusammenhänge werden schnell begriffen und Informationen dauerhaft abgespeichert. 

Zusammenhang von Theorie und Praxis

Die Schüler_innen haben an der FdSF die Möglichkeit, z.B. durch eigene Projekte ihre Vermutungen und ihr theoretisches Wissen in praktischen Arbeiten zu prüfen. Zugleich wird immer wieder aus praktischen Versuchen theoretisches Verständnis abgeleitet. Dieses Ineinandergreifen und wechselseitige Ermöglichen von Wissen und Tun macht nicht nur den praktischen Wert von Wissen und die Lehrsamkeit des Tuns erlebbar, es ermutigt auch zur Entwicklung von Strategien, mit denen die Schüler_innen selbst schwierige Probleme selbstbewusst und zuversichtlich angehen können.

Wissen und Können selbst einstufen

Zum eigenverantwortlichen Lernen gehört auch die eigenverantwortliche Beobachtung von Lernfortschritten, Stärken und Schwächen. An der FdSF dienen hierzu sogenannte Kompetenzraster als Orientierung, die für die einzelnen Lernfelder sowohl den Lehrplan als auch das Notensystem ersetzen. Als Ausgangspunkt für alle Ausflüge in die verschiedenen Wissens- und Könnensbereiche ist das Kompetenzraster ein ständiger Begleiter im Schulalltag, der den Schüler_innen einen Überblick über bereits gemeisterten und noch zu erledigenden Stoff gibt. So geht in der weiten Welt des Wissens nie die Orientierung verloren und es wird möglich, sowohl auf selbstgesetzte Ziele, als auch die Abschlüsse der unterschiedlichen Schularten hinzulernen.

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